Urige Baumriesen, scheue Eifeltiger, geheimnisvolle Schluchten – wer sich hier auf den Weg macht, erlebt ein faszinierendes Wildnisgebiet, das zum Staunen und Entdecken einlädt.
Die Wanderschuhe zu schnüren und unter das Kronendach des Waldes einzutauchen, das sanfte Licht im Blätterdach zu sehen und den würzigen Wald-Duft zu riechen, ist zweifellos ein einzigartiges und belebendes Naturerlebnis. Meterhohe Stämme ragen selbstbewusst in den Himmel und lassen nur erahnen, welche Geschichten diese Giganten bereits erlebt haben. Doch wilde Wälder sind in Deutschland selten geworden. Der Waldretter-Trail bietet die Gelegenheit, ein Stück Urwald und dessen Schutz hautnah zu erleben. Der 14 Kilometer lange Wander-Trail führt durch die Wälder der Waldakademie in Wershofen und damit direkt durch das UrwaldProjekt, dessen Ziel es ist, alte Wälder durch Patenschaften zu erhalten. Damit bekommen nicht nur die alten Eichenriesen und Buchengiganten eine neue Zukunft geschenkt, auch das Klima und die Biodiversität profitieren vom Erhalt der mächtigen Bäume.
Doch was macht es mit uns, wenn wir durch das satte Grün wandern? Und welche Geschichte erzählt uns der Waldretter-Trail?
Inhalt
Daten & Fakten
- Streckenlänge: 14,5 Kilometer
- Höhenmeter: 370 hm Aufstieg & 380 hm Abstieg
- Schwierigkeit: mittel
- Technik: 3/6
- Kondition: 3/6
- Erlebnis 4/6
- Landschaft 4/6
- Dauer: 3-4 Stunden
- Jahreszeit: ganzjährig
- Start & Ziel: Wohllebens Waldakademie
Auf den Spuren der Zeit
Der Blick in die Ferne
Der Waldretter-Trail ist ein Weg der Kontraste und so führt uns der gut begehbare Pfad erneut hinauf auf die sanften Hügel mit stetem Blick auf den majestätischen Aremberg. Der mit 623 Metern über dem Meeresspiegel höchste Berg des Ahrgebirges ist ein besonders markantes Zeichen für den vulkanischen Ursprungs dieser abwechslungsreichen Landschaft. Eine Bank lädt hier zum Verweilen ein, bevor es vorbei an der Kottenborner Kapelle mit traumhafter Lage und herrlichen Ausblick bis zur süd-östlich gelegenen Nürburg wieder bergab in Richtung Wald geht. Wie es hier wohl in Zukunft aussehen wird?
Auf dem Weg in eine wilde Zukunft
Geheimnisvoll muten die dicht gedrängten Hainbuchen entlang der steilen Hänge an, mächtig ragen die gewaltigen Eichen hinter der nächsten Kurve auf. Blätterrascheln wechselt sich mit murmelndem Wasserrauschen ab, der Armuthsbach begleitet uns ein Stück des Wegs, auf dem wir eindrucksvoll den Kreislauf vom Werden und Vergehen erleben dürfen. Zahlreiche Waldbewohner nutzen des tote Holz moosbedeckter Stämme.
Besonders spannend: Kleine Informationstafeln zeigen sehr unterhaltsam, welche tierischen Mitbewohner am Wegesrand entdeckt werden können. Ob sich wohl eine Wildkatze zeigt?
Wohltat für Körper und Geist





