Klingt spannend? Dann entdecke mit mir diese sagenhafte und geschichtsträchtige Landschaft auf einem ganz besonderen Wanderweg, der Geschichte und Natur auf abenteuerliche und lehrreiche Weise miteinander verbindet: Der Bergbaulehrpfad Silberstraße.
Inhalt
Wandern auf dem Bergbaulehrpfad Silberstraße – was macht diese Region so besonders?
Daten und Fakten
- Streckenlänge: 13,7 Kilometer
- Höhenmeter: 244 hm Aufstieg & 244 hm Abstieg
- Höchster Punkt: 708 hm
- Schwierigkeit: mittel
- Technik: 4/6
- Kondition: 4/6
- Erlebnis 5/6
- Landschaft 4,5/6
- Dauer: ca. 4 Stunden
- Jahreszeit: ganzjährig
- Start & Ziel: Parkplatz am Besucherbergwerk, Am Sauberg 1, 09427 Ehrenfriedersdorf (gebührenfrei)
Gut zu wissen
Hoch hinaus und tief hinab - die Wanderhighlights des Bergbaulehrpfads Silberstraße
Tipps zur Anreise
Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der Buslinie 210 fahrt ihr bis zu Haltestelle „Ehrenfriedersdorf Marktplatz“, von dort aus könnt ihr die Tour starten.
Mit dem Auto:
Falls ihr mit dem Auto anreist, könnt ihr den gebührenfreien Parkplatz am Besucherbergwerk nutzen: Am Sauberg 1, 09427 Ehrenfriedersdorf.
Geheimnisvolle Mundlöcher - Zeugen vergangener Zeiten
Wer mag, kann an diesem gemütlichen Plätzchen auch eine Pause einlegen. Es gibt Sitzmöglichkeiten (zum Teil überdacht) und eine Erfrischung. Wer ganz genau hinschaut, erblickt in der Ferne den Fichtelberg.
Knorrige Wurzelpfade und alte Ruinen - entlang am Röhrengraben
Nach kurzer Wegstrecke tauchen Reste einer alten Ruine auf. Farne suchen Halt zwischen den Mauerresten und erobern sich dieses Fleckchen Erde Stück für Stück zurück. Ein kleine hölzerne Brücke führt hinüber zu den eingewachsenen Spuren des ehemaligen Poch- und Wäschewerks. Um den mühevollen Transport der Zinnerze zu vereinfachen, wurden Erzaufbereitungsanlagen, wie hier, oft in unmittelbarer Nähe der Gruben errichtet. Die Anlage wurde mittels Wasserkraft betrieben. Holzstempel mit einem eisernen Kopf wurden von einer Welle angehoben und fielen dann auf die unten liegenden Erze, aus dem zerkleinerten Material wurde nachfolgend das Erzkonzentrat ausgewaschen.
Hoch hinaus auf die Greifensteine
Doch wir verlassen nun die rauschenden Wasser und sehen schon bald die ersten Felsen durch die Bäume blitzen – wir haben die Greifensteine erreicht. Das Greifensteingebiet liegt zwischen Ehrenfriedersdorf, Geyer und Jahnsbach. Heute gibt es dort sieben Granitfelsen, während es vor 200 Jahren noch 13 solcher Felsen gab. Doch sechs von ihnen sind im Laufe der Zeit Steinbrechern zum Opfer gefallen, ehe das Gebiet geschützt wurde. Granit war sehr begehrt, tritt er in dieser Gegend doch nur an sehr wenige Stellen zutage.
Direkt links neben dem Berghotel Greifensteine befindet sich eine Felsgruppe, die man für derzeit 1€ Eintritt besteigen kann. Vom Gipfel einer der Steine eröffnet sich ein fantastisches Panorama auf die restlichen Greifensteine und ins Erzgebirge bis hin zum Fichtelberg im Süden, Auersberg im Westen und den Pöhlberg bei Annaberg-Buchholz im Osten – bergige Landschaft, bunte Wiesen und rauschende Wälder, dazu klare Gebirgsluft, das alles findet sich im Erzgebirge.
Der Robin Hood des Erzgebirges & Waldgeisterweg
So geheimnisvoll wie die Sagen um den Robin Hood des Erzgebirges sind auch die hölzernen Fabelwesen, die den Waldgeisterweg säumen. Dieser Weg ist ein Teilstück des Bergbaulehrpfads und lockt mit zahlreichen Überraschungen und liebevoll gestalteten Holzfiguren.
Mein Fazit
Wer mehr über das Herz des Erzgebirges erfahren und Natur mit Geschichte verbinden möchte, ist auf dem Bergbaulehrpfad Silberstraße genau richtig. Auch wenn der einstige Miriquidi an vielen Stellen aus Fichtenforst besteht, verzaubert er dennoch mit duftenden Nadelbetten und sattgrünen Moospolstern. Während man von dem ein oder anderen Baumläufer neugierig beäugt wird, scheinen hinter jedem Fichtenstamm Waldgeister zu lauern. Der weite Blick von den Greifensteinen bietet einen tollen Kontrast zu den schattigen Wäldern, die knorrigen Wurzeln am Röhrgraben erinnern daran, wie die Natur sich auch dieses Fleckchen Erde zurückerobert. Zuletzt sei noch erwähnt, dass der Lehrpfad ganze 27 Stationen zum Staunen und Entdecken bietet. Ich habe hier nur einen Bruchteil aufgeführt, schließlich sollen auch noch ein paar Überraschungen übrig bleiben.






Dieser Beitrag hat einen Kommentar
Ein sehr schöner Beitrag!